Besser ja, auf jeden Fall hilft es, parallel zu planen.
Direkt neben unserem Büro in Hannover entsteht am Kronsberg das neue Wohngebiet Kronsrode – nach aktuellem Stand Niedersachsens größtes Wohnungsbauprojekt. Auf rund 53 Hektar entstehen drei Wohnquartiere mit insgesamt 3.500 Wohneinheiten für etwa 8.000 Menschen, alle nach dem KfW-55-Standard errichtet. Ein Teil des Wohnraums entsteht gefördert, die Gebäude-Ensembles reichen von 4- bis 5-geschossigen Mehrfamilienhäusern über Reihenhäuser bis zu einem 7-geschossigen Wohn- und Geschäftshaus.
Ein Vorhaben dieser Größenordnung zerfällt schnell in Einzelteile, wenn niemand von Anfang an die Fäden zusammenhält. Genau das haben wir für gleich zwei Baufelder in Kronsrode übernommen.
Baufeld A1.3: Mehr als nur Tragwerksplanung
Im Baufeld A1.3 haben wir eine Wohnanlage mit Tiefgarage und Ladenlokal begleitet – und das nicht nur statisch. Neben der Tragwerksplanung übernahmen wir hier auch die Baugrubenplanung, die Planung einer baufeldübergreifenden Lärmschutzwand sowie die thermische Bauphysik. Vier Fachdisziplinen, ein Ansprechpartner: Genau das macht den Unterschied für Auftraggeber.
Baufeld A9: Ein Baufeld, viele Fachfragen
Auch im benachbarten Baufeld A9 zeigt sich, wie vielfältig unsere Rolle sein kann. Neben frei finanziertem und gefördertem Wohnungsbau entstand hier eine Kita, soziale Infrastruktur und Townhouses – verbunden durch eine gemeinsame Tiefgarage, die zugleich die Hanglage des Kronsbergs ausgleicht. Für dieses Baufeld übernahmen wir die Tragwerksplanung und die thermische Bauphysik – zwei Leistungen, die von Anfang an ineinander griffen, statt nacheinander abgearbeitet zu werden.
Parallel planen | Warum wir für Kronsrode kein zweites Büro brauchen
Tragwerksplanung, Baugrubenplanung, Schallschutz und Bauphysik sind vier unterschiedliche Fachdisziplinen – bei uns aber ein einziges Haus. Hier liegt für ein Projekt wie Kronsrode der eigentliche Mehrwert: Weil alle Leistungsfelder unter einem Dach vereint sind, entstehen an den Übergaben zwischen den Disziplinen keine Reibungsverluste. Unsere Teams arbeiteten dabei standortübergreifend an den beiden Baufeldern – Verantwortung und Abstimmung blieben aber vollständig im Unternehmen. Für unsere Auftraggeberinnen und Auftraggeber hieß das: ein Ansprechpartner, kurze Wege und keine externen Schnittstellen, die erst mühsam koordiniert werden müssen.
Kronsrode zeigt im Kleinen, was komplexe Bauvorhaben im Großen brauchen: nicht nur Fachwissen in der Tiefe, sondern die Fähigkeit, viele Fachplanungen gleichzeitig zu denken – und zusammenzuhalten, bevor der erste Bagger rollt. Am Ende entscheidet nicht die Anzahl der beteiligten Disziplinen über den Erfolg eines Quartiers, sondern wie eng sie miteinander verzahnt sind. Kronsrode ist dafür ein Beispiel unter vielen – und zugleich ein gutes Bild dafür, wie wir arbeiten: mit kurzen Wegen zwischen den Fachbereichen, weil sie alle unter „demselben Dach“ sitzen.









